Was kostet Bauland in Salzgitter?
Ein Quadratmeter baureifes Wohnbauland kostet in Salzgitter 2026 im Median 85 €/m² (Bodenrichtwert, Median der 63 Zonen für ein- bis zweigeschossige Bebauung). In Niedersachsen ist das Platz 363 von 933. Die mittlere Hälfte der Zonen liegt zwischen 70 und 120 €/m². Für ein Grundstück mit 500 m² zahlst du in Salzgitter also rund 42.000 €. Baust du darauf 140 m² Wohnfläche, liegt alles zusammen bei rund 394.000 € und die Rate bei rund 1.560 € (20 % Eigenkapital, 3,96 % Zins, Stand 14.10.2026).
Geprüft am 14. Oktober 2026 · Quellen am Seitenende
Salzgitter im Vergleich
Salzgitter gehört mit Platz 363 von 933 im Mittelfeld der Gemeinden in Niedersachsen. Der Median liegt hier 25 % über dem Landeswert von 68 €/m². Unter den 8 kreisfreien Städten in Niedersachsen steht Salzgitter auf Platz 8. Preislich am nächsten liegen unter den kreisfreien Städten des Landes: Emden mit 100 €/m² (500 m² rund 8.000 € teurer), Wilhelmshaven mit 110 €/m² (500 m² rund 12.000 € teurer) und Wolfsburg mit 210 €/m² (500 m² rund 62.000 € teurer). Salzgitter hat 104.433 Einwohner auf 224,5 km², das sind 465 je km² (eher ländlich).
Alle Kreise und kreisfreien Städte im Vergleich zeigt die Übersicht für Niedersachsen.
Bodenrichtwerte in Salzgitter
Für Salzgitter weisen die Gutachterausschüsse 74 Zonen mit Bodenrichtwerten für baureifes Wohnbauland aus. Der Wert oben ist der Median der 63 Zonen für ein- bis zweigeschossige Bebauung. Das sind die Lagen, in denen Einfamilien- und Doppelhäuser stehen. Über alle Wohnbauzonen liegt der Median bei 88 €/m², also 2 €/m² höher, weil dort auch mehrgeschossige Lagen mitzählen.
| Median ein- bis zweigeschossig | 85 €/m² (63 Zonen) |
|---|---|
| Median alle Wohnbauzonen | 88 €/m² (74 Zonen) |
| Mittlere Hälfte (25 bis 75 %) | 70 bis 120 €/m² |
| Niedrigster und höchster Wert | 50 bis 220 €/m² |
Die Spanne ist in Salzgitter groß: Die teure Zone kostet 1,7-mal so viel wie die günstige. Bei 500 m² macht die Lage rund 25.000 € Unterschied. So viel kostet das Grundstück je nach Fläche und Lage:
| Fläche | günstige Zone (70 €/m²) | Median (85 €/m²) | teure Zone (120 €/m²) |
|---|---|---|---|
| 400 m² | 28.000 € | 34.000 € | 48.000 € |
| 500 m² | 35.000 € | 42.000 € | 60.000 € |
| 600 m² | 42.000 € | 51.000 € | 72.000 € |
Teure und günstige Ortsteile
Von 29 Ortsteilen in den Daten ist Lichtenberg mit 190 €/m² am teuersten und Barum mit 55 €/m² am günstigsten. Das ist Faktor 3,5, bei 500 m² rund 68.000 € Unterschied. Achte auf die Zahl der Zonen: Ein Wert aus einer Zone ist unsicher.
| Ortsteil | Median | Zonen | 500 m² |
|---|---|---|---|
| Lichtenberg | 190 €/m² | 1 | 95.000 € |
| Lebenstedt | 115 €/m² | 25 | 58.000 € |
| Salder | 115 €/m² | 1 | 58.000 € |
| Ortsteil | Median | Zonen | 500 m² |
|---|---|---|---|
| Barum | 55 €/m² | 2 | 28.000 € |
| Beddingen | 55 €/m² | 1 | 28.000 € |
| Calbecht | 60 €/m² | 1 | 30.000 € |
Ein Bodenrichtwert ist ein Zonendurchschnitt für unbebautes Land und kein Kaufpreis. Was er abbildet und was nicht, steht hier erklärt.
Was ein Haus in Salzgitter kostet
Rechenbeispiel: 500 m² zum Median von 85 €/m², dazu ein Einfamilienhaus mit 140 m² zu 2.073 €/m² Baukosten (Niedersachsen 2025) und 20 % Baunebenkosten. Wie wir rechnen.
| Posten | Grundlage | Betrag |
|---|---|---|
| Grundstück | 500 m² × 85 €/m² | 42.500 € |
| Grunderwerbsteuer | 5 % auf das Grundstück | 2.125 € |
| Notar und Grundbuch | rund 2 % auf das Grundstück | 850 € |
| Haus (Bauwerk) | 140 m² × 2.073 €/m² | 290.220 € |
| Baunebenkosten | Annahme 20 % | 58.044 € |
| Summe | 393.739 € | |
| Eigenkapital 20 % | 78.748 € | |
| Darlehen | 314.991 € | |
| Monatsrate | 3,96 % Sollzins, 2 % Tilgung | 1.564 € |
Das Grundstück ist in Salzgitter nur 11 % der Summe. Den Ausschlag geben die Baukosten: 10 m² weniger Wohnfläche sparen rund 25.000 €, 100 m² weniger Grundstück nur rund 9.000 €.
Mit 400 m² Grundstück kommst du in Salzgitter auf rund 385.000 € und 1.530 € Rate, mit 600 m² auf rund 403.000 € und 1.600 € im Monat. Beim Kauf vom Bauträger wären es 20.000 € Grunderwerbsteuer, weil sie dann auch auf das Haus anfällt.
Einen eigenen Baukostenwert in Salzgitter gibt die Statistik für Häuser mit 1 oder 2 Wohnungen nicht her; wir rechnen mit dem Landeswert (5.671 genehmigte Häuser 2025).
Mit deinem Einkommen rechnet der Budgetrechner, mit eigenen Zahlen der Baufinanzierungsrechner.
Förderung in Salzgitter
Salzgitter hat ein eigenes Angebot für Familien. Alle Bedingungen und die Reihenfolge beim Antrag stehen auf der Seite Förderung in Salzgitter.
| Art | Was genau | Status |
|---|---|---|
| Grundstück | 2.000 € Grundförderung plus 4 € je m² und Kind, höchstens 10.000 €, abgezogen vom Kaufpreis städtischer Bauplätze. Einkommen höchstens 80.000 €. | Laufend (Baugebiet Lesse, 210 €/m²). |
Dazu kommen Land und Bund: die Eigentumsförderung der NBank mit 20 zinsfreien Jahren, für Familien KfW 300 beim Neubau oder KfW 308 beim Altbau. Bedingungen im Überblick.
Häufige Fragen
Ist Salzgitter teurer als der Durchschnitt in Niedersachsen?
Ja. Mit 85 €/m² liegt Salzgitter 25 % über dem Median der 933 Gemeinden (68 €/m²). Das ist Platz 363.
Wo ist Bauland in Salzgitter am günstigsten?
Laut Bodenrichtwerten in Barum (55 €/m², 2 Zonen). Am teuersten ist Lichtenberg mit 190 €/m².
Hat Salzgitter eine eigene Förderung?
Ja: 2.000 € Grundförderung plus 4 € je m² und Kind, höchstens 10.000 €, abgezogen vom Kaufpreis städtischer Bauplätze. Einkommen höchstens 80.000 €. Stand Oktober 2026, frag vor dem Kaufvertrag nach.
Wie viel spart ein kleineres Grundstück in Salzgitter?
100 m² weniger sparen rund 9.000 € samt Steuer und Notar, das senkt die Rate um rund 40 €.
Quellen
Bodenrichtwerte (Stichtag 1.1.2026): © Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte Niedersachsen 2026, dl-de/by-2-0, https://immobilienmarkt.niedersachsen.de, Daten geändert (Median je Gemeinde berechnet). Einwohner und Fläche: Destatis GV-ISys, 31.12.2025, © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026, dl-de/by-2-0. Baukosten: LSN, Baugenehmigungen 2025. Zins: Modell Hypolotse, Stand 14.10.2026. Förderung gelesen im Oktober 2026. Auswertung je Gemeinde: Hypolotse. Alle Quellen mit Links.