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Förderung

Grunderwerbsteuer und Förderung: alle 16 Bundesländer

Steuersätze mit Gültigkeitsdatum, Landesprogramme mit echten Konditionen und die Warnungen, die Ratgeberportale weglassen — geprüft am 10. August 2026.

Zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026Fachlich geprüft von der , IHK-geprüfte Sachkunde Immobiliardarlehensvermittlung Lesezeit rund 5 Minuten

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in welchem Bundesland?

Die Sätze reichen von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 14.000 € gegenüber 26.000 €, also genau 12.000 € Unterschied — allein wegen der Landesgrenze. Noch größer ist die Spanne bei der Landesförderung: Sie reicht von Ländern ohne eigenes Kaufprogramm bis zu 230.000 € zinsfrei plus 40.000 € Zuschuss. Die Steuer wird wenige Wochen nach dem Notartermin fällig und muss aus Eigenkapital bezahlt werden, weil Banken Kaufnebenkosten in der Regel nicht mitfinanzieren.

Geprüft am 9. Oktober 2026

Zwischen Bayern (3,5 %) und den 6,5-%-Ländern liegen bei 400.000 € Kaufpreis genau 12.000 € Unterschied — und bei der Landesförderung reicht die Spanne von „kein Programm“ bis zu 230.000 € zinsfrei plus 40.000 € Zuschuss. Diese Übersicht führt zu allen 16 Detailseiten mit geprüften Konditionen.

Grunderwerbsteuersätze und Landesförderung, geprüft am 10. August 2026. Details und Quellen auf den Länderseiten.
BundeslandSatzSteuer bei 400.000 €Förder-Highlight
Baden-Württemberg5,0 %20.000 €Z15-Darlehen: 1,0 % Zins für Familien
Bayern3,5 %14.000 €0,5 %-Staatsdarlehen + 7.500 € je Kind
Berlin6,0 %24.000 €IBB-Ergänzungsdarlehen + KfW-Durchleitung
Brandenburg6,5 %26.000 €Bis 230.000 € zinsfrei + Zuschüsse (neu 2026)
Bremen5,5 %22.000 €Eigenheimzuschuss nicht mehr auffindbar, Status bei der BAB erfragen
Hamburg5,5 %22.000 €IFB-Darlehen 2,0 % bis 180.000 €
Hessen6,0 %24.000 €Hessengeld: bis 20.000 € GrESt zurück
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %24.000 €Kein Kaufprogramm — KfW 300/308 nutzen
Niedersachsen5,0 %20.000 €Zinslos bis 180.000 € + 10.000 €/Kind
Nordrhein-Westfalen6,5 %26.000 €0,5 %-Darlehen bis 184.000 € + 24.000 €/Kind
Rheinland-Pfalz5,0 %20.000 €ISB-Darlehen + Tilgungszuschuss bis 7,5 %
Saarland6,5 %26.000 €1,0 % fest für 30 Jahre + 5 %/Kind erlassen
Sachsen5,5 %22.000 €Familienwohnen ab 0,1 %, 25 J. Zinsbindung
Sachsen-Anhalt5,0 %20.000 €Förderdarlehen: Antragsstopp seit 01.10.2026
Schleswig-Holstein6,5 %26.000 €0,00 %-Darlehen bis 100.000 € für Familien
Thüringen5,0 %20.000 €Familienzuschuss beendet, EigenheimPlus bis 250.000 € (nur Bestand)
Vorsicht bei veralteten TabellenZwei Sätze haben sich zuletzt geändert: Thüringen hat zum 01.01.2024 von 6,5 auf 5,0 % gesenkt, Bremen zum 01.07.2025 von 5,0 auf 5,5 % erhöht. Mehrere große Ratgeberportale führen noch die alten Werte.

Was die Länderförderung wirklich unterscheidet

  • Zinsfreie Darlehen gibt es in Brandenburg (bis 230.000 €), Niedersachsen (bis 180.000 €) und Schleswig-Holstein (bis 100.000 €) — jeweils mit Einkommensgrenzen
  • Echte Zuschüsse zahlen Hessen (Hessengeld bis 20.000 € + 5.000 €/Kind, ohne Einkommensgrenze), Brandenburg (bis 40.000 € für Familien) und Niedersachsen (10.000 €/Kind). Thüringens Familienzuschuss ist seit September 2026 beendet
  • Fast ohne Programm für den Kauf sind Berlin und Mecklenburg-Vorpommern — dort zählt allein die KfW-Palette
  • Fördertöpfe leeren sich: Thüringen hat sein Familienprogramm beendet, Sachsen-Anhalt nimmt seit Oktober 2026 keine Anträge für das Förderdarlehen an, in Baden-Württemberg wartet man beim Z15-Darlehen mindestens ein Jahr. Wer fest mit Förderung plant, prüft den Stand vor dem Notartermin

Förderung der Städte

Einige Großstädte fördern zusätzlich zum Land. Diese Seiten zeigen die städtischen Programme mit Quelle und Prüfdatum:

  • Frankfurt am Main: Darlehen bis 50.000 €, bis zu 10 Jahre zinsfrei, für Neubau und Bestand
  • Düsseldorf: Impulsprogramm Neubau, 150.000 € plus 50.000 € je Kind, 15 Jahre zinsfrei
  • Dortmund: zinsloses Darlehen bis 40.000 € für Käufer städtischer Grundstücke
  • Leipzig: kein Fördergeld, aber städtische Grundstücke im Kauf oder Erbbaurecht zu 3 %
  • Münster: Bauplatz bis 25 % günstiger plus 7.500 € je Kind
  • Bonn: Erbbaurecht für Familien zu 1 % statt 4 %
  • Freiburg: Erbbauzins ab 1 % mit Kinderbonus
  • Mannheim: Erbbauzins 1 % statt 4 % für Familien
  • Oldenburg: 8 % Rabatt je Kind auf Stadtgrundstücke
  • Osnabrück: verbilligtes Bauland für Förderberechtigte
  • Braunschweig: Kinderrabatt auf Bauplätze bis 2.500 € je Kind
  • Erfurt: bis 75 % Nachlass auf den Erbbauzins
  • Lübeck: bis 30 % weniger Erbbauzins für Familien
  • Gelsenkirchen: 25.000 € beim Kauf eines Mehrfamilienhauses zur Selbstnutzung
  • Paderborn: bis 24.000 € Kinderzuschuss auf Stadtgrundstücke
  • Wolfsburg: Baudarlehen der Stadt bis 75.000 €
  • Göttingen: Kinderbaulandbonus bis 20.000 €
  • Salzgitter: bis 10.000 € Nachlass für Familien
  • Jena: 2.500 € Abschlag je Kind
  • Heilbronn: bis 25.000 € Zuschuss plus 5.000 € je Kind
  • Konstanz: Familienförderung auf Stadtbauplätzen
  • Heidelberg: bis 400 € je m² Eigenkapitalzuschuss
  • Aschaffenburg: bis 4.000 € je Kind

Alle 100 Städte mit Status und Quelle: Städtische Förderung im Vergleich.

Häufige Fragen

Welches Bundesland hat 2026 die niedrigste Grunderwerbsteuer?

Bayern mit 3,5 % — als einziges Land nie erhöht. Danach folgen mit 5,0 % Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen (dort seit der Senkung zum 1. Januar 2024).

Zählt der Satz vom Wohnort oder vom Objektstandort?

Immer der Standort der Immobilie. Wer in Hamburg wohnt und in Niedersachsen kauft, zahlt 5,0 % statt 5,5 %. Bei Objekten nahe der Landesgrenze kann derselbe Haustyp dadurch mehrere tausend Euro Nebenkosten-Unterschied haben.

Kann ich Landesförderung mit KfW kombinieren?

Meistens ja — solange nicht dieselben Kosten doppelt gefördert werden (Kumulierungsverbot). Einige Länder regeln es explizit: Bayern und das Saarland sehen die Kombination ausdrücklich vor, Hamburg deckelt IFB- plus KfW-Mittel bei 150.000 €. Die Details stehen auf den Länderseiten.

HL
Redaktion Hypolotse
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