Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Berlin?
In Berlin beträgt die Grunderwerbsteuer 6,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2014. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 24.000 €. Die Steuer wird wenige Wochen nach dem Notartermin fällig und muss aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren Kaufnebenkosten in der Regel nicht mit. Für Wohneigentum fördert das Land über die Investitionsbank Berlin.
Geprüft am 10. August 2026 · Quellen am Seitenende
Zwei Zahlenwerke entscheiden in Berlin über die echten Kaufkosten: die Grunderwerbsteuer von 6,0 % und die Programme der Landesförderung über die Investitionsbank Berlin. Beide stehen hier mit konkreten Beträgen, Stand 10. August 2026.
Grunderwerbsteuer in Berlin: 6,0 %
Der Satz gilt seit 1. Januar 2014. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 24.000 € — fällig wenige Wochen nach dem Notartermin, und von keiner Bank finanzierbar: Die Steuer gehört zu den Nebenkosten, die aus Eigenkapital bezahlt werden.
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer (6,0 %) | Notar & Grundbuch (2,0 %) | Nebenkosten ohne Makler |
|---|---|---|---|
| 300.000 € | 18.000 € | 6.000 € | 24.000 € |
| 400.000 € | 24.000 € | 8.000 € | 32.000 € |
| 500.000 € | 30.000 € | 10.000 € | 40.000 € |
Mit 6,0 % liegt Berlin im Ländervergleich in das obere Feld (Spanne: 3,5 % in Bayern bis 6,5 %). Gegenüber Bayern zahlst du bei 400.000 € Kaufpreis 10.000 € mehr — Geld, das direkt dein Eigenkapital mindert. Alle Sätze im Vergleich zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner.
Wohneigentums-Förderung in Berlin
Zuständig ist die Investitionsbank Berlin (IBB).
Berlin ist ein Sonderfall: Ein klassisches Zinsverbilligungs- oder Zuschussprogramm für den Kauf des eigenen Hauses gibt es nicht — die Landesförderung konzentriert sich auf Miet- und Genossenschaftswohnungsbau. Eigennutzer arbeiten mit der KfW-Durchleitung plus IBB-Ergänzungsdarlehen.
| Programm | Für wen | Was konkret | Stand |
|---|---|---|---|
| IBB Förderergänzungsdarlehen | Selbstnutzer ohne Einkommensgrenzen; mind. 7,5 % Eigenkapital | Ergänzungsdarlehen bis zur Vollfinanzierung des restlichen Bedarfs, Konditionen tagesaktuell; kombinierbar mit KfW 124 und KfW 297/298 | 08/2026 |
| IBB Genossenschaftsförderung (Anteilserwerb) | Haushalte mit Hauptwohnsitz Berlin und Wohnberechtigungsschein (Einkommensgrenze darf um bis zu 120 % überschritten werden) | Zinsloses Darlehen 2.000–50.000 € für den erstmaligen Erwerb von Genossenschaftsanteilen, bis 30 Jahre Laufzeit; Tilgungsverzicht 15 % bei Auszahlung plus 10 % gegen Laufzeitende | 08/2026 |
| IBB Wohnraum Modernisieren | Bestandserwerber mit Modernisierungsbedarf | Bis 100.000 € je Wohneinheit | 08/2026 |
Antragsweg und Einordnung
Anträge laufen direkt über das IBB-Kundenportal — kein Hausbankprinzip.
Die IBB leitet die KfW-Programme durch (u. a. KfW 124 bis 100.000 €, KfW 297/298 bis 150.000 € je Wohneinheit) — für Berliner Eigennutzer ist das der Hauptweg zur Förderung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Berlin 2026?
6,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2014. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 24.000 €. Hinzu kommen rund 2,0 % für Notar und Grundbuch sowie gegebenenfalls die Maklerprovision.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?
Legal und praxisrelevant: bewegliches Zubehör (Einbauküche, Sauna, Markisen) im Kaufvertrag separat ausweisen — darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Bei 15.000 € Zubehörwert sparst du in Berlin 900 €. Die Beträge müssen realistisch und belegbar sein; unser Lotse weist im Ergebnis automatisch darauf hin, wenn es sich in deinem Fall lohnt.
Gibt es in Berlin wirklich keine Eigenheim-Förderung?
Kein landeseigenes Zuschuss- oder Zinsverbilligungsprogramm für den Kauf, richtig. Was es gibt: die zinslose Genossenschaftsförderung bis 50.000 €, das IBB-Ergänzungsdarlehen und die volle KfW-Palette (KfW 300, 308, 297/298) — gerade KfW 308 „Jung kauft Alt“ passt auf viele Berliner Bestandswohnungen der Energieklassen F bis H.
Quellen
Alle Angaben recherchiert am 10. August 2026 aus offiziellen Quellen. Förderkonditionen ändern sich laufend — vor einer Entscheidung beim Förderinstitut verifizieren.