Was kostet Bauland in Nürnberg?
Für baureifes Bauland haben Käufer in Nürnberg von 2023 bis 2025 im Schnitt 1.051 €/m² bezahlt. Das ist der amtliche Durchschnitt aus 167 tatsächlichen Verkäufen, kein Bodenrichtwert. 2025 allein waren es 1.111 €/m² bei 75 Kauffällen. In Bayern ist das Platz 6 von 95, bundesweit Platz 12 von 397. 500 m² kosten damit rund 525.000 €, mit einem Haus von 140 m² und allen Nebenkosten rund 1.038.000 €. Bei 20 % Eigenkapital sind das rund 4.120 € Rate im Monat (3,96 % Zins, Stand 14.10.2026).
Geprüft am 15. Oktober 2026 · Quellen am Seitenende
Kaufwerte in Nürnberg 2021 bis 2025
In Nürnberg reichen die drei letzten Jahreswerte von 932 €/m² bis 1.111 €/m², ein Unterschied von 19 %. Gegenüber 2021 (1.176 €/m²) liegt der Wert 2025 5 % niedriger. Verkauft wurden in den drei Jahren zusammen rund 148.000 m² baureifes Land, im Schnitt 886 m² je Grundstück.
| Jahr | Kaufwert | Verkäufe | Fläche |
|---|---|---|---|
| 2021 | 1.176 €/m² | 155 | 177.000 m² |
| 2022 | 1.206 €/m² | 85 | 88.000 m² |
| 2023 | 932 €/m² | 42 | 40.000 m² |
| 2024 | 1.100 €/m² | 50 | 49.000 m² |
| 2025 | 1.111 €/m² | 75 | 59.000 m² |
| Mittel 2023 bis 2025 | 1.051 €/m² | 167 | 148.000 m² |
Wir rechnen mit dem Mittel der drei Jahre, weil einzelne Jahre vom Zufall abhängen, welche Grundstücke gerade verkauft wurden. Warum das Dreijahresmittel.
Nürnberg im Vergleich
In Bayern steht Nürnberg auf Platz 6 von 95, also im teuersten Zehntel. Der Landesschnitt über alle Verkäufe 2023 bis 2025 liegt bei 388 €/m², hier zahlt man das 2,7-fache. Bundesweit ist es Platz 12 von 397; der Schnitt für Deutschland liegt bei 248 €/m², hier das 4,2-fache. Im Regierungsbezirk Mittelfranken (306 €/m² im Schnitt) steht Nürnberg auf Platz 1 von 12. Am ehesten vergleichbar sind Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 1.068 €/m² (500 m² rund 8.000 € teurer), Rosenheim mit 991 €/m² (500 m² rund 30.000 € günstiger) und Regensburg mit 1.147 €/m² (500 m² rund 48.000 € teurer).
Nürnberg hat 531.159 Einwohner auf 186,4 km², 2.849 je km². Der Kaufwert mittelt über alle Stadtteile: Gefragte Viertel liegen oft weit darüber, Randlagen und Gewerbenähe darunter. Warum der Kreiswert nur grob ist.
Was 500, 600 und 800 m² in Nürnberg kosten
Gerechnet mit dem Dreijahresmittel und, zum Vergleich, mit dem günstigsten und dem teuersten Jahr. Die letzte Spalte enthält 3,5 % Grunderwerbsteuer und rund 2 % für Notar und Grundbuch.
| Fläche | Mittel (1.051 €/m²) | 2023 (932 €/m²) | 2025 (1.111 €/m²) | Mittel mit Nebenkosten |
|---|---|---|---|---|
| 500 m² | 525.000 € | 466.000 € | 556.000 € | 554.000 € |
| 600 m² | 630.000 € | 559.000 € | 667.000 € | 665.000 € |
| 800 m² | 841.000 € | 746.000 € | 889.000 € | 887.000 € |
Bayern hat mit 3,5 % die niedrigste Grunderwerbsteuer. Auf 600 m² zum Mittel sind das 22.100 €; bei 6,5 % wie in Schleswig-Holstein wären es 41.000 €.
Was ein Haus in Nürnberg kostet
Für das Haus rechnen wir mit den Baukosten im Regierungsbezirk Mittelfranken: 2.878 €/m² Wohnfläche laut 1.208 genehmigten Häusern 2025. Das sind 207 €/m² weniger als im bayerischen Schnitt (3.085 €/m²). Dazu kommen 20 % Baunebenkosten als Annahme. So rechnen wir.
| Posten | Grundlage | Betrag |
|---|---|---|
| Grundstück | 500 m² × 1.051 €/m² | 525.395 € |
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % auf das Grundstück | 18.389 € |
| Notar und Grundbuch | rund 2 % auf das Grundstück | 10.508 € |
| Haus (Bauwerk) | 140 m² × 2.878 €/m² | 402.920 € |
| Baunebenkosten | Annahme 20 % | 80.584 € |
| Summe | 1.037.796 € | |
| Eigenkapital 20 % | 207.559 € | |
| Darlehen | 830.237 € | |
| Monatsrate | 3,96 % Sollzins, 2 % Tilgung | 4.124 € |
Mehr als die Hälfte der Kosten ist in Nürnberg Boden (51 %). Schon 100 m² mehr Grundstück heben die Rate um rund 440 €. Vom Bauträger gekauft, fällt die Grunderwerbsteuer auch auf das Haus: rund 35.000 € statt 18.400 €.
Mit deinem Einkommen rechnet der Budgetrechner, mit eigenen Zahlen der Baufinanzierungsrechner.
Förderung in Nürnberg
Was die Stadt Nürnberg selbst anbietet, haben wir im Städtevergleich geprüft:
| Stadt | Art | Was genau | Status |
|---|---|---|---|
| Nürnberg | Geld | „100 Häuser für 100 Familien“: Zuschuss 10.000 €, je weiteres Kind 3.000 € mehr. Nur zusammen mit dem bayerischen Zinsverbilligungsprogramm. | Ausgesetzt: 2026 wegen Haushaltssperre keine Förderung |
Alle Städte im Vergleich: Städtevergleich Förderung.
Eine Gemeinde in Nürnberg hat ein eigenes Baukindergeld oder einen Familienrabatt auf Bauplätze, den wir erfasst haben:
| Gemeinde | Art | Status |
|---|---|---|
| Nürnberg | Zuschuss | Ausgesetzt: wegen Haushaltssperre für 2026 keine Förderung mehr möglich |
Auch in Nürnberg gilt die Landesförderung der BayernLabo: zinsverbilligtes Darlehen bis zu einem Drittel der Gesamtkosten plus 5.000 € je Kind. Das Baukindergeld Plus nimmt keine Anträge mehr an. Förderung in Bayern. Unabhängig vom Ort kannst du KfW 300 (Neubau) oder KfW 308 (Altbau) nutzen, wenn ein Kind im Haushalt lebt und das Einkommen passt.
Häufige Fragen
Ist Bauland in Nürnberg teurer als im Schnitt von Bayern?
Ja, deutlich: Mit 1.051 €/m² kostet es das 2,7-fache des Landesschnitts 2023 bis 2025 (388 €/m²). Das ist Platz 6 von 95.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für ein Haus in Nürnberg?
Für das Beispiel mit 500 m² mindestens 29.000 € für Grunderwerbsteuer und Notar. Wir rechnen mit 20 %, also rund 208.000 €.
Gibt es Baukindergeld in Nürnberg?
Ja, in Nürnberg. Die Bedingungen unterscheiden sich stark, oft gilt das Geld nur für Bauplätze der Gemeinde.
Wie viel spart ein kleineres Grundstück in Nürnberg?
100 m² weniger sparen zum Mittel rund 111.000 € samt Steuer und Notar, das senkt die Rate um rund 440 €.
Quellen
Kaufwerte: Statistik der Kaufwerte für Bauland, Tabelle 61511-01-03-4 der Regionaldatenbank Deutschland; © Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Deutschland, 2026. Dieses Werk ist lizenziert unter der Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0. (dl-de/by-2-0). Mittel, Ränge und Flächenpreise: eigene Berechnung. Baukosten: Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistischer Bericht F2102C 2025, Tabelle 6, eigene Berechnung. Einwohner und Fläche: Destatis GV-ISys, 31.12.2025, © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026, dl-de/by-2-0. Zins: Modell Hypolotse, Stand 14.10.2026. Förderung gelesen im Oktober 2026. Alle Quellen mit Links.