Was kostet Bauland in Wiesbaden?
Ein Quadratmeter baureifes Wohnbauland kostet in Wiesbaden 2026 im Median 950 €/m² (Bodenrichtwert, Median der 118 Zonen für ein- bis zweigeschossige Bebauung). Die mittlere Hälfte der Zonen liegt zwischen 850 und 1.150 €/m². In Hessen ist das Platz 7 von 421. Für ein Grundstück mit 500 m² zahlst du in Wiesbaden also rund 475.000 €. Baust du darauf 140 m² Wohnfläche, liegt alles zusammen bei rund 926.000 € und die Rate bei rund 3.680 € (20 % Eigenkapital, 3,96 % Zins, Stand 14.10.2026).
Geprüft am 14. Oktober 2026 · Quellen am Seitenende
Wiesbaden im Vergleich
Landesweit steht Wiesbaden auf Platz 7 von 421, also im teuersten Zehntel. Bauland kostet hier 8,6-mal so viel wie in der mittleren hessischen Gemeinde (110 €/m²). Unter den 5 kreisfreien Städten im Regierungsbezirk Darmstadt steht Wiesbaden auf Platz 2. Preislich am nächsten liegen unter den kreisfreien Städten des Bezirks: Frankfurt am Main mit 1.000 €/m² (500 m² rund 25.000 € teurer), Darmstadt mit 900 €/m² (500 m² rund 25.000 € günstiger) und Offenbach am Main mit 750 €/m² (500 m² rund 100.000 € günstiger). Wiesbaden hat 288.584 Einwohner auf 203,9 km², das sind 1.416 je km² (eher städtisch).
Alle Kreise und kreisfreien Städte im Vergleich zeigt die Übersicht für Hessen.
Bodenrichtwerte in Wiesbaden
Wiesbaden ist in 155 Bodenrichtwertzonen für baureifes Wohnbauland eingeteilt. Bei so vielen Zonen ist der Median ein stabiler Wert, die Lage innerhalb der Stadt zählt aber stark. Der Wert oben ist der Median der 118 Zonen für ein- bis zweigeschossige Bebauung. Das sind die Lagen, in denen Einfamilien- und Doppelhäuser stehen.
| Median ein- bis zweigeschossig | 950 €/m² (118 Zonen) |
|---|---|
| Median alle Wohnbauzonen | 950 €/m² (155 Zonen) |
| Mittlere Hälfte (25 bis 75 %) | 850 bis 1.150 €/m² |
| Niedrigster und höchster Wert | 500 bis 1.900 €/m² |
Zwischen einer günstigen und einer teuren Zone liegen in Wiesbaden bei 500 m² rund 150.000 €. So viel kostet das Grundstück je nach Fläche und Lage:
| Fläche | günstige Zone (850 €/m²) | Median (950 €/m²) | teure Zone (1.150 €/m²) |
|---|---|---|---|
| 400 m² | 340.000 € | 380.000 € | 460.000 € |
| 500 m² | 425.000 € | 475.000 € | 575.000 € |
| 600 m² | 510.000 € | 570.000 € | 690.000 € |
Teure und günstige Ortsteile
Von 20 Ortsteilen in den Daten ist Sonnenberg mit 1.450 €/m² am teuersten und Medenbach mit 650 €/m² am günstigsten. Das ist Faktor 2,2, bei 500 m² rund 400.000 € Unterschied. Achte auf die Zahl der Zonen: Ein Wert aus einer Zone ist unsicher.
| Ortsteil | Median | Zonen | 500 m² |
|---|---|---|---|
| Sonnenberg | 1.450 €/m² | 8 | 725.000 € |
| Bierstadt | 1.150 €/m² | 12 | 575.000 € |
| Rambach | 1.050 €/m² | 3 | 525.000 € |
| Ortsteil | Median | Zonen | 500 m² |
|---|---|---|---|
| Medenbach | 650 €/m² | 3 | 325.000 € |
| Kastel | 825 €/m² | 7 | 412.000 € |
| Auringen | 850 €/m² | 3 | 425.000 € |
Ein Bodenrichtwert ist ein Zonendurchschnitt für unbebautes Land und kein Kaufpreis. Was er abbildet und was nicht, steht hier erklärt.
Was ein Haus in Wiesbaden kostet
Rechenbeispiel: 500 m² zum Median von 950 €/m², dazu ein Einfamilienhaus mit 140 m² zu 2.461 €/m² Baukosten (Hessen 2025) und 20 % Baunebenkosten. Wie wir rechnen.
| Posten | Grundlage | Betrag |
|---|---|---|
| Grundstück | 500 m² × 950 €/m² | 475.000 € |
| Grunderwerbsteuer | 6 % auf das Grundstück | 28.500 € |
| Notar und Grundbuch | rund 2 % auf das Grundstück | 9.500 € |
| Haus (Bauwerk) | 140 m² × 2.461 €/m² | 344.540 € |
| Baunebenkosten | Annahme 20 % | 68.908 € |
| Summe | 926.448 € | |
| Eigenkapital 20 % | 185.290 € | |
| Darlehen | 741.158 € | |
| Monatsrate | 3,96 % Sollzins, 2 % Tilgung | 3.681 € |
In Wiesbaden macht das Grundstück 51 % der Summe aus. Hier entscheidet vor allem die Fläche über die Rate: Mit 400 m² statt 500 m² sinkt die Summe um rund 103.000 €.
Mit 400 m² Grundstück kommst du in Wiesbaden auf rund 824.000 € und 3.270 € Rate, mit 600 m² auf rund 1.029.000 € und 4.090 € im Monat. Beim Kauf vom Bauträger wären es 53.000 € Grunderwerbsteuer, weil sie dann auch auf das Haus anfällt.
Kaufst du zum ersten Mal, zahlt Hessen über das Hessengeld bis zu 25.000 € (Paar mit einem Kind) der Grunderwerbsteuer von 28.500 € zurück, in zehn Jahresraten.
Einen eigenen Baukostenwert in Wiesbaden gibt die Statistik für Häuser mit 1 oder 2 Wohnungen nicht her; wir rechnen mit dem Landeswert (2.639 genehmigte Häuser 2025).
Deine eigene Rate rechnet der Baufinanzierungsrechner. Was dein Einkommen trägt, zeigt der Budgetrechner.
Förderung in Wiesbaden
Ein laufendes Förderprogramm der Stadt Wiesbaden haben wir nicht gefunden (Stand Oktober 2026). Früher gab es das: Bauplätze zum Festpreis von 1.100 €/m², bevorzugt an Familien. Ob das unter dem Verkehrswert lag, ist nicht belegt. Status laut unserer Prüfung: beendet (Ausschreibung 2024).
Wie die 100 größten Städte im Vergleich abschneiden, zeigt der Städtevergleich.
Landesweit zahlt das Hessengeld Ersterwerbern 10.000 € je Käufer plus 5.000 € je Kind, höchstens die gezahlte Grunderwerbsteuer. Dazu kommen Hessen-Darlehen zu 1,60 % und für Familien KfW 300 oder KfW 308. Was Land und Bund zahlen.
Häufige Fragen
Ist Wiesbaden teurer als der Durchschnitt in Hessen?
Ja. Mit 950 €/m² liegt Wiesbaden 764 % über dem Median der 421 Gemeinden (110 €/m²). Das ist Platz 7.
Wo ist Bauland in Wiesbaden am günstigsten?
Laut Bodenrichtwerten in Medenbach (650 €/m², 3 Zonen). Am teuersten ist Sonnenberg mit 1.450 €/m².
Hat Wiesbaden eine eigene Förderung?
Ein eigenes Programm der Stadt haben wir nicht gefunden (Stand Oktober 2026). Land und KfW gelten trotzdem.
Wie viel spart ein kleineres Grundstück in Wiesbaden?
100 m² weniger sparen rund 103.000 € samt Steuer und Notar, das senkt die Rate um rund 410 €.
Quellen
Bodenrichtwerte (Stichtag 1.1.2026): Datenquelle: Gutachterausschüsse für Immobilienwerte in Hessen, BORIS Hessen, Bodenrichtwerte 01.01.2026, dl-de/zero-2-0; Werte verändert (Medianbildung je Gemeinde). Einwohner und Fläche: Destatis GV-ISys, 31.12.2025, © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026, dl-de/by-2-0. Baukosten: HSL, Baugenehmigungen 2025. Zins: Modell Hypolotse, Stand 14.10.2026. Förderung gelesen im Oktober 2026. Auswertung je Gemeinde: Hypolotse. Alle Quellen mit Links.