Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Thüringen?
In Thüringen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2024. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 20.000 €. Die Steuer wird wenige Wochen nach dem Notartermin fällig und muss aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren Kaufnebenkosten in der Regel nicht mit. Für Wohneigentum fördert das Land über die Thüringer Aufbaubank.
Geprüft am 10. August 2026 · Quellen am Seitenende
Zwei Zahlenwerke entscheiden in Thüringen über die echten Kaufkosten: die Grunderwerbsteuer von 5,0 % und die Programme der Landesförderung über die Thüringer Aufbaubank. Beide stehen hier mit konkreten Beträgen, Stand 10. August 2026.
Grunderwerbsteuer in Thüringen: 5,0 %
Der Satz gilt seit 1. Januar 2024 — gesenkt von 6,5 %, die einzige Senkung bundesweit. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 20.000 € — fällig wenige Wochen nach dem Notartermin, und von keiner Bank finanzierbar: Die Steuer gehört zu den Nebenkosten, die aus Eigenkapital bezahlt werden.
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer (5,0 %) | Notar & Grundbuch (2,0 %) | Nebenkosten ohne Makler |
|---|---|---|---|
| 300.000 € | 15.000 € | 6.000 € | 21.000 € |
| 400.000 € | 20.000 € | 8.000 € | 28.000 € |
| 500.000 € | 25.000 € | 10.000 € | 35.000 € |
Mit 5,0 % liegt Thüringen im Ländervergleich in das günstige Feld (Spanne: 3,5 % in Bayern bis 6,5 %). Gegenüber Bayern zahlst du bei 400.000 € Kaufpreis 6.000 € mehr — Geld, das direkt dein Eigenkapital mindert. Alle Sätze im Vergleich zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner.
Wohneigentums-Förderung in Thüringen
Zuständig ist die Thüringer Aufbaubank (TAB).
| Programm | Für wen | Was konkret | Stand |
|---|---|---|---|
| Wohneigentum für Familien (RLFamWoE) | Familien mit mind. einem kindergeldberechtigten Kind unter 18 beim Ersterwerb selbstgenutzten Wohneigentums (Erwerb ab 02.01.2024; Grunderwerbsteuer muss gezahlt sein) | Einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss von 5 % des Kaufpreises, max. 20.000 € (Bemessungsgrundlage bis 400.000 €; Baugrundstücke bis 100.000 €), Mindestzuschuss 1.000 € | siehe Warnung |
| EigenheimPlus (TAB) | Selbstnutzer in Thüringen, keine Einkommensgrenzen genannt | Darlehen 5.000–150.000 €, bis 100 % der Kosten finanzierbar; Zinsbindungen 5, 10, 20 oder 30 Jahre; Konditionen individuell über das durchleitende Institut | 27.07.2026 |
Antragsweg und Einordnung
Der RLFamWoE-Zuschuss wird direkt im TAB-Förderportal beantragt — nicht beim Finanzamt, obwohl er wirtschaftlich wie eine Steuererstattung wirkt. EigenheimPlus läuft dagegen über die Hausbank, Antrag vor Vorhabensbeginn.
Steuersenkung plus Zuschuss ergibt für Familien den doppelten Effekt: 5,0 % statt 6,5 % Steuer und bis zu 20.000 € zurück — wirtschaftlich zahlen Thüringer Familien beim Ersterwerb bis 400.000 € damit netto null Grunderwerbsteuer, sofern der Topf gefüllt ist. Kombination mit anderen öffentlichen Mitteln ist laut TAB möglich.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Thüringen 2026?
5,0 % des Kaufpreises, gültig seit 1. Januar 2024 — gesenkt von 6,5 %, die einzige Senkung bundesweit. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 20.000 €. Hinzu kommen rund 2,0 % für Notar und Grundbuch sowie gegebenenfalls die Maklerprovision.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?
Legal und praxisrelevant: bewegliches Zubehör (Einbauküche, Sauna, Markisen) im Kaufvertrag separat ausweisen — darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Bei 15.000 € Zubehörwert sparst du in Thüringen 750 €. Die Beträge müssen realistisch und belegbar sein; unser Lotse weist im Ergebnis automatisch darauf hin, wenn es sich in deinem Fall lohnt.
Zahlen Familien in Thüringen wirklich keine Grunderwerbsteuer mehr?
Wirtschaftlich kann es darauf hinauslaufen: 5 % Steuer zahlen, 5 % Zuschuss (max. 20.000 €) zurückbekommen. Aber drei Bedingungen: Ersterwerb mit Kind unter 18, Kaufpreis-Bemessung nur bis 400.000 €, und der Fördertopf muss Budget haben — 2026 ist er ausgeschöpft. Der Zuschuss ist eine Haushaltsleistung, kein Rechtsanspruch.
Quellen
Alle Angaben recherchiert am 10. August 2026 aus offiziellen Quellen. Förderkonditionen ändern sich laufend — vor einer Entscheidung beim Förderinstitut verifizieren.